|
|



Blockheizkraftwerk

Was ist ein Blockheizkraftwerk und warum ist es sinnvoll?

Ein Blockheizkraftwerk wird für die Produktion von Wärme und elektrischen Strom verwendet. Der Vorteil zu einer normalen Heizung ist der, dass zusätzlich zu der Wärme Strom produziert wird und dadurch die Antriebskosten gesenkt werden können. Je nach Antriebsart kann eine Bezuschussung des Staates in Form des EEG-Gesetzes (Erneuerbare Energie) beantragt werden. Hier muss das Blockheizkraftwerk mit z.B. Rapsöl betrieben werden um den sogenannten Nawaro-Bonus zu bekommen. Wenn das Blockheizkraftwerk mit Diesel oder Gas betrieben wird, unterliegt die Stromerzeugung nicht dem Erneuerbaren Energie Gesetz und wird zum aktuellen Kurs verkauft.

Ein weiterer Vorteil eines mit Rapsöl betriebenen Blockheizkraftwerkes ist, dass die Wärme verkauft werden kann und Sie somit noch zusätzliche Einnahmen als Betreiber haben. Sie bekommen auch noch eine höhere Föderung laut Erneuerbaren Energie Gesetz, wenn Sie mindestens 71 % der Wärmeerzeugung im Jahr verkaufen können. Hier ist jedes Jahr ein Nachweis nötig um die maximale Förderung zu erhalten. Ein Blockheizkraftwerk wird meistens mit einem Motor angetrieben der rund um die Uhr läuft und hier Wärme und Strom gleichzeitig produziert. Die Wärme kann durch zusätzliche Module auch in Kälte umgewandelt werden und könnte in warmen Regionen oder Kühlhäusern als Klimaanlage genutzt werden.

Die Wirkungsgrade liegen bei einem herkömmlichen Blockheizkraftwerk bei ca. 90 - 95 % wenn man die Wärme mit einrechnet. Der Wirkungsgrad allein auf die elektrische Leistung bezogen liegt hier meistens bei ca. 40 - 50 %. Blockheizkraftwerke haben  elektrische Leistungen zwischen fünf Kilowatt und fünf Megawatt. Unter 50 Kilowatt spricht man hier auch von einem Mini Blockheizkraftwerk (Mini-Kraft-Wärme-Kopplung) und unter 15 Kilowatt von sogenannten Mikro-Blockheizkraftwerken. Die meisten Investoren benutzen das Blockheizkraftwerk auch als Stromlieferant umso teuren Strom nicht abnehmen zu müssen. Es gibt natürlich auch andere Blockheizkraftwerke, die dem Erneuerbaren Energie Gesetz unterliegen.

Eines der lukrativsten aber noch nicht so weit verbreitesten Blockheizkraftwerk ist das sogenannte Hackschnitzel-Blockheizkraftwerk. Bei diesem Blockheizkraft handelt es sich um ein mit Hackschnitzel betriebenes Aggregat. Der Vorteil bei diesem BHKW liegt in den Antriebskosten, die sehr gering im Gegensatz zu anderen Blockheizkraftwerken sind. Hackschnitzel waren in den letzten Jahrzehnten sehr konstant, was den Preis betrifft, da hier weite Anlieferungswege nicht nötig sind.

Man kann die Blockheizkraftwerke also da einsetzen, wo Strom und Wärme benötigt wird und hat dabei drei wesentliche Vorteile gegenüber einer normalen Heizung. Vorteil eins besteht in der Produktion von Strom, zweiter Vorteil liegt im Verkauf der Wärme und somit zusätzlich höhere Einnahme durch Erneuerbare Energie Gesetz (Kraft-Wärme-Kopplung), dritter Vorteil die Zuschüsse für das Blockheizkraftwerk sind im Erneuerbaren Energie Gesetz verankert und somit hat der Betreiber 20 Jahre staatlich garantierte Einnahmen.

Um die Rentabilität zu erhöhen stellen viele Hersteller und Betreiber  ihre Blockheizkraftwerke in Italien auf, da in diesem Land die Zuschüsse fast doppelt so hoch sind wie in Deutschland. Damit steigert sich natürlich auch der Erträg einer solchen Anlage.


Verschiedene Techniken

Ürsprünglich wurden Blockheizkraftwerke mit Verbrennungsmotoren betrieben, deren Wärme aus den Abgasen und dem Kühlkreislauf genutzt wurde. Zwischenzeitlich werden die Blockheizkraftwerke aber auch mit Dampfmotoren  und Holzvergaser betrieben. Mitlerweile wird hier nicht nur auf die Erzeugung von Raumwärme wert gelegt, sondern auch die Erzeugung von Prozesswärme über Wasserdampf, Heißluft, Thermoöl oder Klimatisierung per Absorptionswärmepumpen wert gelegt.

Als Kraftstoffe werden vorwiegen fossile Brennstoffe benutzt oder regenerative Brennstoffe. Zu diesen Brennstoffen gehören beispielsweise, Heizöl, Pflanzenöl, Biodiesel oder auch Erdgas bzw. Biogas udn Holzhackschnitzel und Holzpellets als nachwachsender Rohstoff.

Es gibt sogar Blockheizkraftwerke, welche mit Turbinen betrieben werden. Die Wirkungsgrade liegen ähnlich wie bei der Motorentechnik, allerdings nur im Gesamtwirkungsgrad. Der elektrische Wirkungsgrad bei solchen Anlagen liegt bei ca. 30 % elektrisch und ca. 60 - 65 % thermisch. Die Turbinen-Blockheizkraftwerke laufen derzeit nur mit Erdgas oder Biogas. Es gibt aber schon einige erfolgreiche Versuche, ein Turbinen-Blockheizkraftwerk mit Rapsöl zu betreiben.