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Was ist eine Schwere-Krankheiten-Versicherung?

Die Schwere-Krankheiten-Versicherung ist relativ neu in Deutschland und wird auch Dread-Disease-Versicherung genannt, da sie ursprünglich aus den USA stammt. Die Tatsache, ob man durch eine schwere Erkrankung berufsunfähig wird, spielt für diese Versicherung keine Rolle.

Aber auch, wenn man nicht berufsunfähig wird, kann es notwendig sein, Geld für gesundheitsfördernde Maßnahmen zu haben, um einen Genesungsprozess zu beschleunigen. Tritt ein Versicherungsfall ein, dann erhält man eine zuvor vereinbarte Einmalzahlung, was nicht zu verwechseln ist mit einer BU-Rente. Die Schwere-Krankheiten-Versicherung soll dafür Sorge tragen, dass man eventuell anfallende Umbaumaßnahmen, Klinikaufenthalte oder auch notwendige Anschaffungen wie beispielsweise einen Rollstuhl bezahlen kann, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

Auch wenn keine bestimmten Anschaffungskosten auftreten, kann man die Zeit, in der man nicht arbeitsfähig ist, mit Hilfe der Auszahlung dieser Versicherung besser überbrücken und muss sich nicht zusätzlich Gedanken um seine Lebenshaltungskosten machen.



Was deckt eine Schwere-Krankheiten-Versicherung ab?

Diese Art der Versicherung wird in Deutschland nur von wenigen Versicherungsgesellschaften angeboten. Die Leistungen sind bei den verschiedenen Anbietern unterschiedlich und sollten im Vorfeld genau überprüft werden.

Im Normalfall schließt die Dread-Disease-Versicherung typische Krankheiten wie Krebs, Multiples Sklerose oder Lungen- und Lebererkrankungen mit ein. Aber auch ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall können durch diese Versicherung abgedeckt werden, ebenso wie die Krankheiten Parkinson oder Arthritis. Zusätzlich sind in den meisten dieser Versicherungen auch die Folgen eines schweren Unfalls abgesichert. Versicherungen, die eine Schwere-Krankheiten-Versicherung anbieten, bieten meist auch zusätzliche Versicherungsbausteine wie Todesfallschutz oder Berufsunfähigkeitsschutz an. 

Tritt ein in den Versicherungsbedingungen vermerkter Fall auf, erhält der Betroffene umgehend die ihm zur Verfügung stehende Summe.



Warum sollte man eine Schwere-Krankheiten-Versicherung abschließen?

Sollte wirklich der Fall eintreten, dass man in Folge einer schweren Erkrankung beziehungsweise eines Unfalls nicht mehr arbeiten kann, erhält man durch den Abschluss der Schwere-Krankheiten-Versicherung die Möglichkeit, finanziellen Problemen vorzubeugen und aus dem Weg zu gehen.

Das Geld kann beispielsweise dafür genutzt werden, nötige Anschaffungen oder Umbaumaßnahmen durchzuführen, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen. Aber auch für den normalen Genesungsprozess kann dieses Geld eine Absicherung sein, denn wer möchte sich im Krankheitsfall mit dem Problemthema Geld auseinandersetzen.

Die Versicherungssumme hat keinen festgelegten Anwendungsbereich, kann also auch für gesundheitsfördernde Maßnahmen oder spezielle Behandlungsmaßnahmen genutzt werden, die von der Krankenversicherung nicht abgedeckt werden. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Leistungen der Krankenkassen immer weiter zurückgehen und Zuzahlungen gekürzt werden, kann diese Versicherung entscheidend für die Gesundung eines Patienten sein.

Besonders sinnvoll ist der Abschluss einer Schwere-Krankheiten-Versicherung dann, wenn der Versicherungsnehmer für die finanzielle Absicherung einer Familie zuständig ist oder einer freiberuflichen beziehungsweise selbstständigen Arbeit nachgeht.